Die zeitweise Sperrung meines Konto bei Xbox Live war ein Wendepunkt für mich.

Neulich hatte ich zusammen mit einem langjährigen online Freund mal wieder ein paar Spielrunden in der „Halo – The Master Chief Collection“ verbracht, um gemeinsam in Erinnerungen an alte Zeiten zu schwelgen.

Bildschirmfoto von Halo – The Master Chief Collection

Schon direkt zu Beginn der Spielzeit hatte ich mit einigen vermeintlich Problemen zutun, welche mein Spielerlebnis doch sehr einschränkten.

Nach ein paar Minuten wurde mir jedoch bewusst das gar keine Probleme auf meiner Seite existierten, sondern die schlechte Portierung des Spiel für den PC letztendlich der Grund war.

Der sprichwörtliche letzte Tropfen, welcher das Fass zum überlaufen brachte.

Als dann zudem noch ein Mitspieler des eigenen Team anfing mich während des Spiel wiederholt zu verraten (absichtlicher Beschuss mit virtuellen Tod als Folge) sowie im Sprachchat zu beleidigen und danach mit Textnachrichten im Chat von Xbox Live weiter zu belästigen, gab ich dann auch mal eine genau so derbe Antwort zurück.

Resultat dieser einen Antwort von mir mit ein paar Worten war dann eine zeitnahe direkte Sperrung meines Konto für Xbox Live, mit der Begründung das ich die Richtlinien der Community verletzt hätte.

Bildschirmfoto von der E-Mail bezüglich der Sperrung meines Konto bei Xbox Live

Was ein schlechter Witz, bei dem was vorher durch die andere Person schon veranstaltet wurde und wodurch offensichtlich keine Sperrung erfolgte da die Kommunikation weiterhin noch funktionierte.

Mein nachfolgender Einspruch darauf ergab lediglich die Erkenntnis für mich, das scheinbar bei Xbox Live für Amerikaner andere Regeln gelten als für alle anderen Spieler.

Denn der Erklärung des Kundendienst von Xbox Live nach ist „Smack/Trash Talk“ in einem bestimmten Rahmen vollkommen in Ordnung und auch Teil der Spielkultur.

NEIN, so ein Verhalten ist für mich kein Bestandteil einer Spielkultur.

Zumal auch praktischer Weise nirgendwo genauer dieser „bestimmte Rahmen“ des „Smack/Trash Talk“ definiert ist.

Da ich schon seit ein paar Jahren bemerke das meine Lust am spielen von Spieltitel mit PvP(Player-vs-Player) als Inhalt immer weniger wird, nutze ich diese Gelegenheit nun um mich von Halo als Franchise sowie allen anderen Spieltiteln mit PvP also Mehrspielermodus zu verabschieden.

Online mit und gegeneinander zu spielen war einst Mal ein tolles Erlebnis für mich gewesen, so ungefähr um das Jahr 2010 bis 2013 herum war dem noch so.

Seit damals zum Ende dieses oben genannten Zeitraum ist das online Spielen vom PvP in Ego-Shootern meist nur noch frustrierend für mich gewesen und auch das PvP in anderen Genres war in ähnlicher Weise nicht sehr erfreulich.

Sei das nun wegen einer „schlechten Verbindung“ also dem bekannten „Lag“ weil der „Host“ des Spiel wieder einmal nach Übersee vermittelt wurde, obwohl auch Server für das Spiel in Europa verfügbar sind.

Weil auch zu viele Mitspieler irgendwelche „Glitches“ im für sich nutzen sowie gerne anderweitig sich einen „Vorteil“ verschaffen durch Ausnutzung irgendwelcher „Bugs“(Fehler) oder schlicht „Cheaten“(Betrügen) im Spiel, um mit diesem Verhalten das Spielerlebnis für anderen Spieler zu minimieren.

Alles hat seine Zeit…

Fakt ist das ich kaum und zeitweise gar keine Freude mehr am Multiplayer habe in vielen Spielen und somit lasse ich das zukünftig mit dem PvP einfach sein und mache wenn überhaupt nur noch PvE(Player-vs-Environment) im Zusammenhang mit anderen Mitspielern.

Hat wohl seinen Grund, wieso ich seit ein paar Jahren schon mehr Zeit in Spielen mit ausschließlich Einzelspieler verbringe und dadurch auch mehr Freude habe.

Cities Skylines, Project Highrise, Transport Fever 2, Cyberpunk 2077, sowie noch manch andere Spieletitel machen mir seit ein paar Jahren so viel mehr Freude als alles an Multiplayer was auf dem digitalen Spielemarkt existiert.

Veröffentlicht von

Stefan

Lebt und liebt in Bielefeld, der wohl schönsten Stadt gelegen am Teutoburger Wald.