KranzKrone / Unterlassungserklärung für etwas das ich definitiv nicht getan habe.

Am 20.09.2010 öffnete ich meinen Briefkasten und stellte mit erstaunen fest, das ich einen DIN4 großen umschlag im Briefkasten hatte und dazu die übliche Werbung. Der große Umschlag war recht dick und schwerer als die Post welche ich sonst so bekomme.

Wieder in der Wohnung stellte ich dann fest, das besagter großer Umschlag von einer Kanzlei aus München stammte. Hatte noch nie etwas vorher von dieser Kanzlei gehört, oder mit dieser Kanzlei irgendetwas zutun gehabt.

Waldorf Frommer, so lautet der Name der Kanzlei.

Nachdem öffnen des großen Umschlag ging mein erstaunen dann weiter, denn laut den ersten Zeilen des Inhaltes stand dort das ich eine Unterlassungserklärung bekommen habe. Mein erster Gedanke dazu war, dass das ein Irrtum ist. Was bitte sehr habe ich getan, das mir jemand eine Unterlassungserklärung zuschickt und das auch noch von einer offensichtlich großen Kanzlei?

Tele München Fernsehn GmbH + Co Produktionsgesellschaft, das stand fette in der Mitte des ersten Blatt Papier und darunter etwa eine Zeile tiefer der Satz: „Abmahnung wegen unerlaubter Verwertung geschützter Werke in sog. Tauschbörsen – Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung -„.

Ich staune nur noch über das was dort stand, denn weder habe ich was mit Tauschbörsen zutun noch sonst was. Eher ist es so, das ich mittlerweile um die 40 DVD Filme hier zu Hause habe, welche alle samt aus dem legalen Verkauf stammen und wovon einige teuer waren oder gar schwer zu bekommen. Zudem schaue ich mir ab und an im Kino auch Filme an und wenn mir ein Film wie Avatar zum Beispiel gut gefällt, dann schaue ich mir den auch mehrmals im Kino dann an, was auch immer zu was kostet.

In dem Schreiben, was sich über mehrere Seiten erstreckt geht es darum das über meinen Anschluss, in dem Fall also meinen Wlan Router der Telekom, insgesamt 2 Filme aus diesen so genannten Tauschbörsen herunter geladen wurden. Der eine Film heißt „Plan B für die Liebe“ und Film Zwei soll „Iron Man 2“ sein, wobei ich den ersten Film noch nicht mal vom Namen her kannte. Iron Man 2 habe ich im Kino mir angeschaut damals, direkt bei der Kinopremiere im örtlichen Cinestart zusammen mit einer Freundin.
Welch Irrsinn also für mich, das ich einen Film den ich im Kino gesehen haben ganz legal, mir dann illegal noch mal runterlade. Noch absurder wird es für mich, wenn ich mir den anderen Film mal anschaue, via Amazon, dort wo ich auch sonst immer meine Filme kaufe. So einen Film wie „Plan B für die Liebe“ passt gar nicht in mein Genre an Filmen die ich schaue, das zum einen. Zum anderen weiß ich gar nicht mal wie das genau abgeht mit dem runterladen von Filmen, das einzige was Ich weiß ist das es das gibt, mehr aber auch nicht!

Original Software wie auch Hardware verwende ich, dafür zahle ich teuer meine Euros und jetzt sowas, das macht mich nachdenklich.

Im August soll 2010 soll das ganze passiert sein. Wo über meinen Anschluss von der Telekom, an dem der WLAN Router der Telekom angeschlossen ist, die oben beschriebenen 2 Filme angeblich runtergeladen worden sind. Einzige für mich vernüftige Erklärung, da ich das nicht war, jemand hat sich Zugriff zu meinem WLAN verschafft und so diese 2 Filme runtergeladen.

Das würde zumindest mit meinen Verbindungsproblemen zusammenpassen, welche ich auch im August noch hatte und wo die Techniker der Telekom keine Lösung für fanden. Mein Internet war immer zu extrem voll, also im Sinne von überlastet, und ich konnte mir das nicht erklären. Die Telekom meinte nur, das bis zu meinem Router hin alles in Ordnung sei und die Techniker nichts finden konnten an möglichen Problemen.

Auch das tauschen des Router brachte keine Besserung, erst das neu aufsetzen meines Mac mini mittels TimeMachine und vorheriges löschen der Festplatte brachte dann sehr offensichtlich Besserung. Den Schritt mit der Neuinstallation habe ich aber nicht wegen dem Router und dem Internet Problem gemacht, sondern weil mein Mac mini sehr langsam wurde was die Leistung anging.

Dass das Zusammenhängen könnte, der Leistungsabfall meines Mac mini zusammen mit den Problemen des Internet, das wurde mir erst jetzt bewusst.

Denn es verhielt sich ja nun so, das erst die Internet Leitung schlechter wurde, bis hin zu mehrfachen Punkten wo gar nichts mehr ging bei mir und ich kaum noch Verbindungen aufbauen konnte und wenn dann sehr langsam.

Dann ein paar Tage später ging es los mit meinem Mac mini, das die Leistung einbrach und selbst das wiederherstellen mittels TimeMachine brachte nichts. Erst als ich die Festplatte komplett manuell löschte und dann manuell danach die Datenbestände wieder auf meinen Festplatte installierte war die Verbesserung offensichtlich. Die Probleme mit dem Internet sind seid her fast weg, nur gelegentlich sind noch Einbrüche der Verbindung des WLan festzustellen.

In wie weit ich gegen diese Unterlassungserklärung vorgehen kann, das werde ich heute beim Landgericht erfahren, wenn ich dort hingehe und um einen Beratungshilfeschein für einen Anwalt Nachfrage. Denn da ich nach wie vor ALG bekomme, kann ich mir aus eigenen Kosten keinen Anwalt leisten und habe somit Anspruch auf eben diesen Beratungshilfeschein. Aber den bekomme ich nur, wenn der Prüfer beim Gericht der Ansicht ist, das mein Anliegen Chancen auf Gewinn für meine Seite hat.

Natürlich hoffe ich das ich mich gegen diese Unterlassungserklärung mit Hilfe eines Anwalt wehren kann, denn ich soll für etwas bestraft werden was ich weder getan habe noch das sowas zu mir passt.

Zudem hat meiner Meinung auch die Telekom dann eine Mitschuld daran, denn immerhin ist das deren Hardware über welche eingebrochen wurde, zwar von der Software her, aber dennoch ist ein Produkt von der Telekom.

Scheisse ist das auf jeden Fall, denn das ganze soll um die 900€ kosten welche ich weder im Moment habe, noch in naher Zukunft haben werde. Zwar ergab ein erstes Telefonat mit der Kanzlei und einer dortigen Anwältin, das die auch Ratenzahlung akzeptieren, aber trotzdem sind 900€ viel Geld für mich.

So lange wie der Funke der Hoffnung besteht, mich gegen diese Vorwürfe wehren zu können, werde ich das auch tun.