KranzKrone / Jeder Mensch will gebraucht werden.

Heute ist mein sozusagen großer Tag, mein erster Kontakt mit Pro Werk Bethel.

Dort soll mir die Möglichkeit eröffnet werden, eine Art von Beschäftigung oder auch eine Arbeit zu finden für mich, mit der ich auch klar komme. Doch vor allem dem steht erst mal das Kennenlernen, wie man das mir damals vor gut einem halben Jahr erklärt hatte, denn die Wartezeiten auf einen freien Platz innerhalb des Projektes sind sehr lang.

Der Grund warum ich dort nach Pro Werk Bethel gehe und nicht einfach auf dem lokalen normalen Arbeitsmarkt schaue ist ganz einfach, der normale Arbeitsmarkt existiert für mich einfach schlicht weg nicht. Die Gründe dafür sind alle rein Psychologischer Natur und jeder der jetzt meint, das es gar nicht so schlimm sein kann, der soll sich seinen Kommentar gleich sparen. Denn wenn es nicht wirklich so schwer wäre, dann würde ich die Leistungen von Pro Werk Bethel gar nicht in Anspruch nehmen können.

Denn Pro Werk Bethel ist für besondere Menschen, wie ich es gern zu sagen pflege, mit besonderen Hintergründen. Ich spreche extra nicht von Behinderungen oder von Behinderten, weil in meinen Augen bin weder ich behindert noch sind es die Mensch, welche dort arbeiten.

Benachteiligung passt eventuell schon eher, obwohl ich mich nicht zwingend als benachteiligt fühle innerhalb der Gesellschaft. Lediglich ist es so, das ich mit den üblichen Formen und Ansprüchen der Gesellschaft nicht klarkomme, worunter auch alle Regeln und Abläufe des normalen Arbeitsmarktes dann fallen. Das Gefühl gebraucht zu werden, das ist es was mich antreibt in dieser Welt, das habe ich mittlerweile für mich selber verstanden.

Denn jeder Mensch auf der Welt will gebraucht werden, weil es einfach ein gutes Gefühl ist, wenn man sieht was man mit seiner Arbeit erreicht hat.

Auch wenn gleich wohl die erbrachte Arbeit immer schlechter bezahlt wird in Deutschland bei der derzeitigen Krise, was aber ein anderes Thema ist.