Ghost als Software – Von einem Hype zur Nische

Fünfter Streich.

Wenn ich dieses ganze Transkript des Podcast so lese und explizit diesen vorherigen aufgeführten Teil im speziellen, dann ergibt sich für mich immer wieder daraus die gleiche eine Fragestellung nach dem Warum.

Warum ist Ghost.org so selektiv geworden was dessen Kundschaft von GHOST PRO angeht, obgleich ein anfangs geringer Einstiegspreis doch scheinbar gut funktioniert hatte. Nur als Begründung jene “paar schlechten Nutzer” die höhere Verwaltung im Sinne von Mehrkosten verursachen, ist nicht ausreichend.

Wenn ich beispielsweise RaidBoxes für so ein „Managed Hosting“ hernehme, dessen Einstiegspreis bei 9€ Euro beginnt, müsste das Aufkommen an „schlechten Nutzern“ welche nur Mehrkosten verursachen sehr hoch sein und dementsprechend dürfte jener niedriger Tarif gar nicht mehr existieren.

Warum hat sich GHOST als Software und Ghost.org als Plattform so in diese Richtung weiterentwickelt, fort von einer Idee welche das Bloggen revolutionieren wollte, hin zu einer Dienstleistungen die augenscheinlich nur noch eine bestimmte sowie zahlungskräftige Klientel erreichen sowie bedienen möchte?

Einst war „Projekt namens Ghost“ auf Kickstarter mit einem eindeutigen Ziel angetreten, nämlich eine Alternative in Form eines „WordPress-Fork“ zu erschaffen welche ausschließlich den Fokus auf das Bloggen hat anstatt ein „überladendes Content-Managment-System“ (CMS) sein zu wollen.

WARUM ist das Ziel einer “Non-Profit” Organisation augenscheinlich der Drang nach “mehr Geld” von “wenigen Kunden” einer bestimmte Klientel, anstatt wie einst eine Platform für die Masse als Alternative zu WordPress?

Soweit ich das mit „Non-Profit“ richtig verstanden habe, ist dessen Sinn eben explizit nicht dem „Markt“ zu folgen durch kuriose Preissteigerungen sondern sich auf das wesentliche zu besinnen und mit dem zu arbeiten was vorhanden ist an Finanzen.

WARUM hat scheinbar die GIER in GHOST.org Einzug gehalten?

Als damals der Schritt zu einer „Ghost Foundation Ltd“ mit Sitz in „Singapur“ vollzogen wurde, war die „Steuerpolitik“ in Großbritannien jene einstige Begründung dafür gewesen. Vermeidung von Steuern, ist wohl eher der mutmaßliche Grund für diesen „Umzug“ der Adresse nach Singapur als Steuer-Oase gewesen.


Mal so am Rande noch angemerkt wäre da zudem die Fragestellung, wieso auf der Webseite von Ghost.org so explizit mit der „Transparenz“ bezüglich der Firmendaten geworben wird und dennoch nicht im Detail zu erkennen ist „wie viele Kunden“ aus dieser Statistik nun „welchen Tarif“ genau haben oder auch „was an Gehalt“ die einzelnen Mitarbeiter bezahlt bekommen?

Öffentlich frei verfügbare sowie transparente Metriken…

Wer kann da nur an böse Absicht denken…


Zudem wäre da noch die weitere Fragestellung bezüglich jener Vergleichstabelle in welcher die Kosten für das Hosting, wohl im Sinne von Managed Hosting, auf eine sehr fragwürdige Art und Weise verglichen wird.

Ein fragwürdiger Vergleich von Managed Hosting…

Angeblich kostet das „vergleichbare“ Hosting für WordPress ab $35 Dollar, während für GHOST Pro lediglich $29 Dollar pro Monat und somit ganze $6 Dollar weniger fällig werden. Das ist schon eine sehr komische Rechnung welche Ghost.org da wohl bewusst so aufstellt als Pseudo-Vergleich, anders ist das nicht zu erklären.

RaidBoxes beispielsweise bietet für WordPress vollwertiges Managed-Hosting schon ab 15€ Euro pro Monat, was aktuell(Datum des Artikel) etwa $18 Dollar entspricht, womit dieser Pseudo-Vergleich von Ghost.org widerlegt wäre das professionelles Managed-Hosting für WordPress so arg teuer wäre.

Fair sich mit der Konkurrenz vergleichen, die Fähigkeit ist Ghost.org wohl bei der Umstrukturierung der Firma abhanden gekommen.


Sechster Streich.

Ganz alleine und nur für sich genommen waren die oben aufgeführten Veränderungen, auch gerne “strukturelle Anpassungen” genannt, für die Mitarbeiter an der Software namens GHOST mehr ein Segen als denn ein Fluch, höchstens in dem Sinne das ein paar wenige Personen auf der Strecke sich abwandten wegen diesen Veränderungen. Wahrscheinlich ist das ein akzeptabler Verlust, der sich auf den ersten Blick in der Bilanz verliert. Nur um auf den zweiten Blick dann langfristig Schaden anzurichten.

Just a blogging PlattformNur eine Plattform zum Bloggen. Einst war jener Leitsatz der große Aufmacher mit dem GHOST einst auf Kickstarter um die Mithilfe in Form von Spenden warb, um eine Software zum Bloggen gestalten welche nachhaltig so manches im Vergleich zu WordPress zum besseren verändern wollte.

Von diesem Leitsatz ist nichts mehr geblieben! Denn nun wird GHOST als Software und Ghost.org als Plattform nicht mehr für “nur eine Plattform zum Bloggen” angepriesen, sondern als “DIE ADRESSE” schlecht hin beworben wenn DU eine jener Personen bist die PROFESSIONELL das Schreiben betreiben und GENAU DAFÜR eine Plattform suchen.

Ghost.org und dessen Software namens GHOST hat sich also seit damals am 29.04.2013 auf Kickstarter, als Start der Idee zum Auftakt das Bloggen verändern zu wollen im Vergleich zu WordPress, genau in jene eine Richtung entwickelt die so komplett das Gegenteil von dem darstellt womit einst alles begann.

Scheinbar möchte Ghost.org nur noch eine bestimmte Art von Personen als Kunden haben, also eine spezifische Klientel, welche besonders zahlungskräftig sind und demnach zu folge auch mehr an Geld in die Kasse bringen und dabei jedoch weniger Aufwand im Bereich der Betreuung erzeugen.

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