Ghost als Software – Von einem Hype zur Nische

Mit den Möglichkeiten wachsen die Ansprüche…

Was die Finanzierung sowie den Aufbau der Firma um GHOST angeht, so kann ich dazu nur wenig negatives sagen. Eventuell waren die “$18,000 Dollar” für 4 Personen/Angestellte als Gehalt, was in “$4,500 Dollar” pro Person zu Buche schlägt doch etwas fragwürdig für ein StartUp.

Andererseits habe ich in der Vergangenheit bedingt durch Berichte und Recherchen die Erfahrung gemacht, das ein “Gehalt” in jener Größenordnung noch relativ im Rahmen dessen liegt was sonst so üblich ist bei einem StartUp.

Dennoch existieren ein paar Punkte bezüglich der weiteren Entwicklung von GHOST als Software die mich sehr stören und scheinbar auch manch andere Leute, wenn danach per Suchmaschine mit den passenden Begriffen gefahndet wird.

Erstmal wäre da das, was ursprünglich als Ziel angegeben wurde von GHOST im Vergleich zu WordPress, also worin die definierten Unterschied im Detail zwischen den beiden Plattformen genau liegen würden.

Erster Streich und der Zweite folgt so gleich…

Das wurde einst in medialer Form sehr genau gezeigt, beispielsweise was das “schönere” sowie “detaillierteres” Dashboard von GHOST anging, mit all den “besseren” sowie “übersichtlichen” Metriken direkt im Blickfeld. Daraus wurde nichts, denn während der Entwicklung von Ghost schien einigen der Mitarbeiter zu dämmern was diese Implementierung jener “tollen Metrik Funktion” alles an Aufwand und somit Arbeit bedeuten würde im Detail.

Kurzerhand wurde diese tolle Idee mit dem “Dashboard voller sinnvoller Metriken” von Einst einfach eingestampft und aus der Entwicklung des Projekt entfernt. In Form eines nett geschriebenen Blog-Post wurden Alle darüber informiert, im Wortlaut das jene Funktion gestrichen wurde und das doch gar nicht so schlimm sei dass nun das Versprechen von Einst gebrochen wurde da doch “viel bessere Lösungen” für so etwas schon existieren und nur noch entsprechend eingebaut werden müssten bei Bedarf.

Nun wird seither das Geckoboard als “DIE BESTE LÖSUNG” für diese einst hoch angepriesene sowie eigens implementierte Funktion als das Maß aller Dinge angegeben. Schade um diese Funktion, kann doch mal passieren bei einem StartUp in den Anfängen. Oder?

Sorry, we breaking up…

Zweiter Streich.

WordPress war damals nach Meinung von John O’Nolan nicht zwangsläufig nur in Gänze schlecht, nur eben nicht das was eine Software zum Bloggen seiner Ansicht nach sein sollte. Eben nicht so umfassend und vor allem aufgebläht durch teilweise alte Zeilen innerhalb der Programmiersprache (eng. Legacy-Code) von WordPress, welcher die Weiterentwicklung behinderte und insgesamt die Leistung beeinträchtige.

John O’Nolan als ein ehemaliger Mitarbeiter von AUTOMATTIC, mit einem möglicherweise besonderen Blick für die Vision hinter WordPress, welche seiner Ansicht nach nur umständlich oder möglicherweise gar nicht richtig umgesetzt wurde sah WordPress als Software damals möglicherweise erst mal nur als Platzhirsch. Vielleicht wurde dann mit der Zeit daraus im weiteren Verlauf die Sichtweise das WordPress mehr als Konkurrent zu betrachten war und später ergab sich daraus eventuell auch die Sicht als Endgegner bezogen auf die Verbreitung von WordPress.

Definitiv störte sich John O’Nolan so sehr an dem was WordPress bis dato war und wohin sich dies scheinbar, seiner Meinung nach entwickelte, das er darüber in seinem damaligen persönlichen Blog einen ausführlichen Beitrag schrieb in dem ebenfalls schon GHOST als neue Alternative vorgestellt wurde.

PHP als grundlegende Programmiersprache von WordPress erschien John O’Nolan damals als nicht mehr zeitgemäß sowie passend, um eine neue Software zu konstruieren welche das Bloggen auf die nächste sowie bessere Ebene gegenüber WordPress bringen würde. Also wurde nach einer Alternative zu PHP als Basis gesucht und schon nach kurzer Zeit wurde das damals noch sehr frische sowie experimentelle “Node.js” als jene passende Alternative gefunden.

Bezüglich der Bevorzugung von “Node.js” gegenüber “PHP” als grundlegenden Programmiersprache auf der GHOST als Software dann zukünftig entwickelt werden sollte, passt sowie erklärt ein Sprichwort im Zusammenhang mit Programmierern nachfolgend sehr gut dazu die Umstände welche zu diesem Wechsel der Programmiersprache führten.

“Devlopers like new and fancy stuff, because it’s new and fancy.”

Unbekannter Autor

Übersetzt in Deutsch wird daraus dann nachfolgender prägnanter Satz:

Entwickler mögen neues und tolles Zeug, weil es neu und toll ist.

Mit dem oben genannten Zitat von einem Programmierer, dessen Quelle mir leider unbekannt ist, wird im wesentlichen ausgesagt das “manche” Programmierer gerne neuere Programmiersprachen den Vorzug geben als dem alt bekannten.

Denn mit dem “neuen und tollen” Spielzeug im Sinne von Programmiersprache in diesem Zusammenhang jenem “Node.js” ist eben vermeintlich mehr möglich als wie mit “PHP” als bekannte und schon relativ alte Programmiersprache.

Node.js wurde somit mutmaßlich für GHOST als Software ausgewählt, da scheinbar der Hintergedanken dazu war das mit einer neuen Programmiersprache welche sich teilweise ebenso noch im Prozess der Entstehung befand eben zukünftig viel mehr möglich wäre als wie mit dem bekannten sowie alten PHP.

Möglicherweise war mutmaßlich auch ein wesentlicher Bestandteil bei dieser Überlegung von John O’Nolan und dessen Mitarbeitern, das so eine neue Programmiersprache wie “Node.js” bedingt durch dessen Neuheit/Unbekanntheit am Markt der Programmiersprachen im Vergleich zu “PHP” kaum jemand in der Lage sein würde all zu viel der Programmzeilen nachher vom Projekt zu kopieren. Oder vielmehr sollte nur ein kleiner “elitärer Kreis” von Programmierern dadurch erschaffen werden, wodurch die “Investitionen” in diese neue Software nur nachhaltig geschützt werden sollten. Vielleicht war dem so oder auch nicht.

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